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Waschmaschinen-Test 2013: Sparprogramme sparen wenig

Im Waschmaschinen-Test 2013 hat die Stiftung Warentest wenig zu meckern. Die meisten Waschmaschinen waschen sparsam, gut und zuverlässig. 10 von 13 getesteten Waschmaschinen erhalten im Test die Note GUT. Außerdem sind alle getesteten Waschmaschinen im Großen und Ganzen sparsam: Sie tragen alle das Energielabel A+++. Doch diese Sparsamkeit kann im Alltag nerven: Etwa, wenn das Sparprogramm stolze drei Stunden braucht, um die Wäsche sauber zu waschen. Dabei geht es für wenige Cent mehr auch deutlich schneller. Lediglich eine Waschmaschine fällt im Test ganz durch. Die Tester der Stiftung Warentest sprechen von einem „Totalausfall“.

Sparprogramme im Waschmaschinen-Test 2013

Wer glaubt, mit einem Sparprogramm die Wäsche besonders effizient zu waschen, der irrt zuweilen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktulle Waschmaschinen-Test 2013 der Stiftung Warentest. Bis zu drei Stunden Zeit brauchte manche Test-Maschine, um mit der Wäsche im Sparprogramm fertig zu werden. Dabei ist das Normalprogramm bei 60 Grad bei einigen Modellen nur unwesentlich teurer als das entsprechende Energiesparprogramm. So kostet eine normale 60-Grad-Waschladung mit der Candy EVO 7143 DWS nur vier Cent mehr Energie und Wasser (45 Cent) als im Energiesparprogramm bei 60 Grad (41 Cent).

Im ungünstigsten Fall zahlt man im 60-Grad-Normalprogramm 34 Cent pro Waschladung mehr als im Sparprogramm. Das ist laut Stiftung Warentest bei der LG F 1494 QD der Fall. Wenn eine Durchschnittsfamilie ein Drittel ihrer Wäsche im Normalwaschgang bei 60 Grad wäscht, zahlt sie im Jahr gerade einmal 16,40 Euro für Strom und Wasser aus. Bei den meisten anderen Waschmaschinen betragen die Mehrkosten weniger als 10 Euro, bei der Bauknecht WA 744 BW sind gerade mal 2,40 Euro im Jahr. Demgegenüber steht ein Zeitgewinn zwischen 60 und 95 Minuten. Man braucht also kein allzu schlechtes Gewissen zu haben, wenn man in der Eile mal auf das Sparprogramm pfeift.

Waschmaschinen erreichen Waschtemperatur nicht

Keine der getesteten Waschmaschinen erreichte im 60-Grad-Sparprogramm die angegebene Temperatur von 60 Grad. Die Wäsche wurde zwar sauber – doch wenn in der Familie jemand krank ist, kann eine zu niedrige Waschtemperatur auf Kosten der Hygiene gehen. Im Fall der Panasonic NA-148VG4WDE lag die Waschtemperatur im 60-Grad-Sparmodus tatsächlich nur bei 35,4 Grad. Wer sie hingegen im 40-Grad-Normalprogramm nutzt, erhält eine höhere Waschtemperatur – nämlich bis zu 45 Grad. Die Tester der Stiftung Warentest halten dies für absurd. Ein ähnliches Phänomen machten die Tester bei der LG F 1494 QD aus. Die Candy EVO 7143 DWS erreichte selbst im 60-Grad-Normalprogramm nicht die angegebene Waschtemperatur. Dafür gab es Punktabzug im Test.

Die besten Waschmaschinen im Test 2013

Die Testsieger im Waschmaschinen-Test 2013 kommen allesamt von den traditionellen Markenherstellern Miele, Siemens und Bosch. Ihre Vorteile liegen vor allem in der Handhabung und in den Funktionen, aber auch bei der Lautstärke konnten die drei Testsieger punkten.

Die Miele W 5861 WPS für ca. 1.200,- Euro gehörte mit der Gesamtnote GUT (1,6) zu den drei Testsiegern im Test. Gleichzeitig ist sie aber auch die teuerste Maschine im Test. Die Waschwirkung wurde von den Testern als sehr gut bewertet, die Spülung immerhin als gut. In Sachen Funktionalität schnitt die Miele-Waschmaschine genauso wie Siemens und Bosch sehr gut ab. Die Handhabung wird als gut bewertet, Restlaufanzeige und Gebrauchsanleitung erhalten sogar ein Sehr Gut. Zudem wurde die Miele-Waschmaschine als angenehm leise und sehr zuverlässig empfunden.

Ebenfalls auf dem ersten Platz landeten die Waschmaschinen Siemens WM14Y54D (ca. 810,- Euro) sowie die baugleiche Bosch WAY2854D (715,- Euro). Beide erhielten ein GUT (1,6) und zeichneten sich durch eine gute Waschleistung aus. Allerdings war die Spülleistung bei Siemens und Bosch nur befriedigend. Dafür gab es Pluspunkte für den sehr guten Funktionsumfang, die gute Handhabung sowie die sehr gute Restlaufanzeige sowie Gebrauchsanleitung. Die Waschmaschinen von Siemens und Bosch waren die leisesten Geräte im Test und werden insgesamt als sehr zuverlässig eingestuft.

Platz 2 im Waschmaschinen-Test 2013: Samsung

Der koreanische Hersteller Samsung ist eigentlich mehr für seine Bestnoten im Elektronikbereich bekannt. Doch nach Fernsehern, Smartphones und Tablets scheinen die Asiaten auch bei weißer Ware qualitativ zuzulegen. Die Waschmaschine Samsung WF5784 (ca. 600,- Euro) erreichte die zweitbeste Testnote GUT (1,8). Beim Waschergebnis und in der Spülfunktion ähnelt die Samsung-Waschmaschine den Modellen von Siemens und Bosch. Die Tester heben besonders hervor, dass die Wäsche beim Entnehmen deutlich lockerer ist als bei der Konkurrenz. Zudem wäscht die Samsung Waschmaschine meist schneller als die anderen Geräte im Test. Einen Punktabzug gab es für die hohen Geräuschwerte beim Schleudern. Dennoch erhält die Samsung-Waschmaschine das Prädikat „sehr zuverlässig“.

Drei Waschmaschinen auf Platz 3 im Test

Den dritten Platz im Waschmaschinen-Test 2013 teilen sich drei weitere Waschmaschinen. Die Gesamtnote GUT (1,9) erhielten die Modelle AEG Lavamat L87485FL (ca. 725,- Euro), die besonders günstige Beko WMB 71443 LE (ca. 395,- Euro) sowei die LG F 1494 QD (ca. 555,- Euro). Die AEG-Waschmaschine wird als rundum solide bezeichnet. Sie bekommt gute Werte für Waschen und Spülen, ebenso wie die Beko-Waschmaschine. Die LG-Waschmaschine wäscht hingegen sehr gut, bekommt jedoch für die Spülleistung nur ein Befriedigend. Außerdem war die LG-Waschmaschine die langsamste und zugleich energiefressendste Maschine im Test. Beim Schleudern sind alle drei Drittplatzierten etwas laut. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat aber die Beko-Waschmaschine, die für ihre knapp 400,- Euro die beste Gesamtnote unter den Billig-Waschmaschinen erhält.

Testverlierer im Waschmaschinen-Test 2013: Gorenje

Als Totalausfall bezeichnen die Tester der Stiftung Warentest das Modell Gorenje W 7543 T (ca. 400,- Euro). Die Waschleistung wird als befriedigend bewertet, dafür spült die Maschine laut Test gut. Zwar wäscht die Gorenje-Waschmaschine schneller als die Wettbewerber im Test, dafür verbraucht sie aber auch mehr Strom und Wasser als viele Konkurrenten. Als größten Minuspunkt sahen die Tester allerdings die Unzuverlässigkeit im Dauerbetrieb. Bei allen drei getesteten Modellen wurde nach einiger Zeit der Wasserzulaufschlauch aufgerieben, sodass ein Loch entstand und Wasser auslief. Dafür gab es ein glattes MANGELHAFT (5,0).

Der komplette Waschmaschinen-Test 2013 ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift TEST nachzulesen (Ausgabe 11/2013) oder gebührenpflichtig im Download unter www.test.de.

About Tim Schiller

ist freier Journalist und beschäftigt sich hauptsächlich mit Verbraucherthemen und Reisejournalismus. Er ist viel in der Welt unterwegs und schreibt regelmäßig Reiseberichte für diverse Webseiten.

One comment

  1. Hallo,

    dazu habe ich noch einen schönen Bericht zu der Siemens WM14Y54D gefunden.
    Ich selber habe diese Waschmaschine und bin sehr zufrieden.
    https://www.elektro-depot.de/testberichte/siemens-wm14y54d

    Grüße Bernd