UHD-Fernseher im Test: Gutes Ultra-HD ist bezahlbar

UHD-Fernseher im Test: UHD-TVs (auch 4K-Fernseher) waren noch bis vor Kurzem reichen Technik-Freaks vorbehalten. Das hochauflösende Ultra-HD galt als zu teuer für den Hausgebrauch. Billig sind UHD-Fernseher zwar immer noch nicht, doch einige 4K-Fernseher sind mittlerweile durchaus bezahlbar und bieten dennoch ein sehr gutes Bild, wie die Experten von chip.de in einem aktuellen UHD-TV-Test jetzt festgestellt haben. Getestet wurde UE55F9090 UHD-Fernseher von Samsung. Fazit der Tester: UHD-TV ist mittlerweile bezahlbar und dabei erstaunlich gut.

UHD-Fernseher im Test: Samsung UE55F9090

Im Test: Der Samsung UE55F9090 für rund 3.500 Euro. Trotz des stolzen Preises bezeichnen die Tester von chip.de das Angebot aus dem Hause Samsung als fair. Das UHD-Modell von Samsung rangiert daher in der Top 3 unter allen Fernsehgeräten ab 43 Zoll Bildschirmdiagonale.

Der UE55F9090 von Samsung hat eine gigantische Bilddiagonale von 55 Zoll. Das sind knapp 1,40 m. Für ein deutsches Standardwohnzimmer ist das ein riesiges Bild – und das mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln. Im chip.de-Test erschien das Bild des Riesen-Fernsehers sehr gut. Zwar gibt es bislang nicht viele Filme in Ultra-HD, doch die abgespielten Inhalte per PC und USB überzeugten die Tester: Detailreich, scharf und mit brillanten Farben kamen die abgespielten Testfilme daher. Aber auch bei einfacher HD- sowie geringer SD-Auflösung punktete der 55-Zoll-Fernseher von Samsung im Test.

UE55F9090: Brillantes Bild auch bei HD und SD

Was den Testern besonders gut gefiel: Selbst mit schwacher Auflösung, etwa über analoges Kabel, lieferte der UHD-Samsung ein scharfes Bild. Selbst bei schnellen Bewegungen im Bild gab es keine groben Pixel (im Fachjargon Bildartefakte genannt) auf dem Schirm. Daher empfehlen die Experten von chip.de das Gerät auch für den Alltagsgebrauch. Lediglich die LED-Hintergrundbeleuchtung (Edge-Backlight-LED) schimmerte in den Ecken ein bisschen durch. Das kann bei Spielfilmen mit schwarzen Balken oben und unten etwas nervig sein.

Samsung-UHD: Sehr gute Bewertung bei 3D-Inhalten

Auch 3D-Filme machen auf dem UE55F9090 eine gute Figur, heißt es im Test. Zwei 3D-Brillen für die Shuttertechnik des Fernsehers sind im Lieferumfang enthalten. Das Ergebnis des 3D-Tests in Full HD: sehr gut.

Als gut bezeichnen die Tester von chip.de den Ton des Samsung-UHD-TV. Hierbei wird besonders der eingebaute Subwoofer gelobt. Erst bei höheren Lautstärken vernahmen die Tester ein leichtes Dröhnen. Erfreulich sind auch die Anschlussmöglichkeiten mittels externer Anschluss-Box. Die sogenannte One-Connect-Box macht einen leichten Zugang zu sämtlichen wichtigen Anschlussmöglichkeiten möglich, etwa für ein HDMI-Kabel zum heimischen PC.

Bedienung mittels Sprache, Gesten oder Zweitfernbedienung

Die Zweitfernbedienung mit Touchpad ist auch schon von früheren Samsung-Fernsehern bekannt. Sie soll vor allem das Navigieren durch die Smart-Optionen erleichtern. Laut Test funktioniert das erstaunlich flüssig und ruckelfrei. Der eingebaute 4-Kern-Prozessor macht den Zugriff auf Webinhalte alltagstauglich. Bislang krankten viele Smart-TVs – auch Modelle von Samsung – gerade in diesem Bereich. Die Gestensteuerung funktioniert per eingebauter Kamera. Der eingebaute Mediaplayer spielt auch exotische Videoformate, wie etwa MKV in HD anstandslos ab.

Lediglich beim Stromverbrauch erscheint der UHD-Fernseher von Samsung etwas gierig. Bei ca. 160 Watt im Normalbetrieb reicht es daher nur für das Energie-Label B.

Sagt man 4K oder Ultra HD?

Als Ultra HD wird derzeit hochauflösendes Fernsehen mit einer Auflösung von 3.840 × 2.160 Pixeln bezeichnet, was der vierfachen Auflösung von Full HD entspricht. Doch es gibt auch schon Fernseher, die das 16-fache von Full-HD bieten: 8K heißt das besonders hoch auflösende Format, das in wenigen Jahren in Japan eingeführt werden soll. Ab 2016 soll das öffentliche japanische Fernsehen NHK mit sensationellen 7680 x 4320 Pixeln sein Fernsehsignal in 8K übertragen. Auch hierfür könnte der Begriff Ultra-HD gebräuchlich werden – schließlich sind bei sprachlichen Superlativen wie Full oder Ultra irgendwann Grenzen gesetzt. Doch für die Konsumenten sind derart schwammige Begrifflichkeiten wenig hilfreich.

Welche Namensgebung für das neue hochauflösende Fernsehen sich letztendlich durchsetzen wird, ist nicht abzusehen. Die Hersteller von Unterhaltungselektronik sind gefordert, bei der Bezeichnung von neuen hochauflösenden Formaten präzise und gemeingültige Bezeichnungen zu schaffen. Ansonsten droht den Verbrauchern ein ähnliches Bezeichnungs-Chaos wie in der jüngsten Vergangenheit, als kaum ein gewöhnlicher Fernsehnutzer den Unterschied zwischen HD ready und Full HD verstanden hat.

Den vollständigen Test ist bei chip.de erschienen.

Bildquelle: Samsung

About Tim Schiller

ist freier Journalist und beschäftigt sich hauptsächlich mit Verbraucherthemen und Reisejournalismus. Er ist viel in der Welt unterwegs und schreibt regelmäßig Reiseberichte für diverse Webseiten.