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Spülmaschinentest 2014: Stiftung Warentest testet Spar-Geschirrspüler

Im Spülmaschinentest 2014 hat die Stiftung Warentest besonders sparsame Geschirrspüler getestet. Dazu gehören Spülmaschinen, die das Energieeffizienz-Label A++ oder sogar A+++ tragen. Doch das Energie-Label alleine sagt noch nicht viel über die tatsächliche Sparsamkeit des Geschirrspülers aus, so die Tester. Denn das Label bezieht sich lediglich auf den Strom- und Wasser-Verbraucher im sogenannten Eco-Programm – und das dauert bei einigen Geräten bis zu vier Stunden und länger. Außerdem ist die Anschaffung einer A+++ Spülmaschine nicht immer wirtschaftlich. Denn die geringeren Betriebskosten rechtfertigen nicht unbedingt den hohen Preis einiger Spülmaschinen, so das Ergebnis des Tests.

Spülmaschinentest 2014: Nur im Eco-Programm wirklich sparsam

Wer beim Geschirrspülen mit der Spülmaschine Wasser und Strom sparen will, sollte das Sparprogramm nutzen. Denn nur im sogenannten Eco-Programm halten die aktuell getesteten Spülmaschinen ihre Energie-Effizienzklasse ein, heißt es im aktuellen Test der Stiftung Warentest. Nur im Eco-Modus lässt sich demnach der Stromverbrauch pro Spülgang auf deutlich unter eine Kilowattstunde drücken.

Sparen beim Spülen erfordert allerdings Geduld, so die Tester. Zwischen knapp drei Stunden und mehr als vier Stunden haben die Test-Geschirrspüler im Sparmodus gebraucht. Dafür wurde das Test-Geschirr auch im Sparprogramm fast immer genau so sauber wie im Automatik-Programm. Lediglich der getestete Bauknecht-Geschirrspüler GSI 102303 A3+ TR PT spülte im Eco-Modus deutlich schlechter als im Automatik-Programm, so die Stiftung Warentest.

Getestet wurden elf teilintegrierbare Einbau-Geschirrspüler. Davon acht Geschirrspüler mit 60 cm Breite und drei Spülmaschinen mit 45 cm Breite für kleinere Küchen. Außerdem wurden acht bauähnliche Einbau-Geschirrspüler getestet, die vollintegrierbar sind, also ohne sichtbare Bedienelemente.

A++ Geschirrspüler fast so sparsam wie A+++ Geschirrspüler

Noch vor zehn Jahren galt eine Spülmaschine mit einem Stromverbrauch von 1,15 Kilowattstunden und einem Wasserverbrauch von 15,5 Liter im Sparprogramm als sparsam, so die Stiftung Warentest. Das ist mittlerweile nicht mehr zeitgemäß. Wenn ein Durchschnitts-Haushalt seine zehn Jahre alte Spülmaschine durch einen aktuellen Geschirrspüler ersetzt, kann laut Test jährlich 90 Kilowattstunden Strom und 1.600 Liter Wasser sparen.

Um beim Spülen spürbar Energie und Wasser zu sparen, ist es laut Stiftung Warentest aber nicht unbedingt notwendig, einen teuren Geschirrspüler mit dem besten Energie-Label zu kaufen. So belaufen sich die Betriebskosten der getesteten A+++ Spülmaschine Miele G 6300 SCi Ecoline (Preis ca. 1.200,- Euro) laut Test auf rund 1.100 Euro in zehn Jahren. Zum Vergleich: Bei der A++ Spülmaschine Constructa CG4A51J5 liegen die Betriebskosten in zehn Jahren gerade einmal 125,- Euro, dabei kostet die Maschine aber nur 455,- Euro. Das Energie-Label allein sollte demnach nicht das einzige Kriterium sein, nach dem man einen Geschirrspüler aussucht, so das Fazit der Tester.

Spürbare Geräusch-Unterschiede bei Geschirrspülern

In modernen Wohnungen wird die Küche häufig auch als Wohnraum genutzt. Da spielt die Geräuschentwicklung der Spülmaschine durchaus eine Rolle für die Wohnqualität. Die Unterschiede in Sachen Lautstärke waren im Test deutlich hörbar. Die Miele G 6300 SCi Ecoline wurde von den Testern als regelrechte Flüster-Spülmaschine wahrgenommen (37 Dezibel). Die Geschirrspüler Beko DSN 6832 FX30, Exquisit EGSP 140 E/B und Whirlpool ADG 8895 IX entwickelten im Test 45 Dezibel Lautstärke. Das ist zwar immer noch leiser als ein Kühlschrank, wer es aber besonders leise mag, sollte diesen wahrnehmbaren Unterschied beim Kauf berücksichtigen.

Testsieger im Spümaschinentest 2014: Miele G 6300 SCi Ecoline

Das beste Gesamturteil im Spülmaschinentest 2014 geht an die ca. 1.190,- Euro teure Miele G 6300 SCi Ecoline (A+++). Der teuerste unter den teilintegrierten 60-cm-Geschirrspülern erhielt die Gesamtnote GUT (1,8). Der Geschirrspüler überzeugte im Test durch besonders niedrige Betriebskosten (1.105,- Euro in zehn Jahren), gute Teilnoten in allen Programmen sowie durch sehr gute Werte bei der Geräuschmessung.

Zweiter Platz im Spülmaschinentest 2014: Bosch SMI68N95EU und Siemens SN55N582EU

Mit der Gesamtnote GUT (2,0) belegen gleich zwei Geschirrspüler den zweiten Platz im Spülmaschinentest 2014. Die Bosch SMI68N95EU (ca. 690,- Euro) und die Siemens SN55N582EU (ca. 660,- Euro) erhielten in fast allen Test-Kriterien ähnlich gute Werte. Lediglich bei der Geräuschentwicklung hörten die Tester deutlichere Unterschiede und bescheinigten dem Bosch-Geschirrspüler sehr gute Geräuschwerte, während der Siemens-Geschirrspüler in dieser Disziplin gute Werte erhielt. Dafür hat das Siemens-Gerät die Tester im Automatik-Programm etwas mehr überzeugt. Bei den Betriebskosten liegen beide Geräte mit 1.120,- bzw. 1.125,- Euro in zehn Jahren fast gleich auf.

Dritter Platz im Spülmaschinentest 2014: Constructa CG4A51J5

Den dritten Platz auf dem Siegertreppchen belegt die Constructa CG4A51J5 (455,- Euro) mit der Gesamtnote GUT (2,1). Zwar liegen die Betriebskosten des Constructa-Geschirrspülers mit 1.230,- Euro in zehn Jahren 125,- Euro höher als beim Testsieger. Dafür ist die Maschine aber mehr als 600,- Euro billiger. Demnach könnte man die Constructa durchaus als Preis-Leistungs-Sieger im Spülmaschinentest bezeichnen, zumal sie in allen Test-Disziplinen gute Werte erhielt.

Der Spülmaschinentest 2014 ist in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift TEST erschienen (05/2014). Der gesamte Test ist auf der Seite test.de gebührenpflichtig abrufbar.

About Tim Schiller

ist freier Journalist und beschäftigt sich hauptsächlich mit Verbraucherthemen und Reisejournalismus. Er ist viel in der Welt unterwegs und schreibt regelmäßig Reiseberichte für diverse Webseiten.