Ernährung Olivenöl

Erschienen am 25. Januar 2017 | von Tim Schiller

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Olivenöl-Test 2017: Keine Spitzenklasse für kleines Geld

Die Stiftung Warentest hat in ihrem Februar-Heft insgesamt 24 auf dem Markt befindliche Olivenöle getestet. Das enttäuschende Ergebnis: Es schnitt kein einziges mit GUT ab. Zehn Olivenöle waren sogar MANGELHAFT.

Olivenöl-Test: Natives Olivenöl manchmal Etikettenschwindel

Bereits im letzten Jahr stellte die Stiftung Warentest in ihrem Olivenöl-Test vielen Ölen ein schlechtes Zeugnis aus. Und auch in diesem Jahr bekamen wieder viele Öle ein MANGELHAFT, weil sie sich mit dem Prädikat „nativ extra“ schmücken, der höchsten Güteklasse. Dabei mogeln die Hersteller laut der Tester bei der Herkunft, verarbeiten minderwertige Oliven und scheren sich nicht um Pestizid- oder Mineralöl-Rückstände im Olivenöl.

Testsieger vom Discounter: Gut Bio von Aldi Nord

Der Testsieger kommt in diesem Jahr vom Discounter Aldi Nord: Das Bio-Olivenöl „Gut Bio“. Es handelt sich um eine Mischung von Olivenölen aus Griechenland und Italien. Laut der Tester der Stiftung Warentest handelt es sich um „ein durchschnittliches, preisgünstiges Öl“. Es kostet in der 0,75-Liter-Flasche bei Aldi Nord 4,70 Euro und bekam die GESAMTNOTE 2,9 und damit ein BEFRIEDIGEND.

Durchschnittliches Olivenöl gibt es bereits recht günstig

Durchschnittliches Olivenöl „nativ extra“ gibt es bereits für recht wenig Geld. Aldi Nord, Lidl und der Netto Marken-Discount bieten die besten Öle im diesjährigen Olivenöl-Test der Stiftung Warentest. Bei Lidl sollte man allerdings aufpassen: Der Discounter ist im Test nämlich mit zwei Ölen vertreten. Das eine empfehlen die Tester: Das Olivenöl Primadonna, das andere wiederum nicht: Primadonna Bio. Letzteres ist deutlich mit Mineralölen belastet. Das gilt auch für das einzige Olivenöl im Test, das in Geruch und Geschmack noch mit einem GUT abschneidet: Bertolli Originale fruchtig.

Olivenöl-Test: Einige Öle mit Mineralöl belastet

Bereits im letztjährigen Test stellte die Stiftung Warentest fest, dass viele Olivenöle mit Mineralölen versetzt sind. Mineralöl-Kohlenwasserstoffe gelten als potenziell krebserregend. Mineralöle können über Abgase oder technische Öle von Produktionsmaschinen ins Olivenöl gelangen und über Paraffinöl, das in der EU als Pflanzenschutzmittel zugelassen ist. Das gilt sogar für den Ökolandbau. Grenzwerte für Mineralöle in Lebensmitteln gibt es bislang nicht.

Alle Olivenöle im Test enthalten laut Stiftung Warentest gesättigte Mineralöl-Kohlenwasserstoffe, Mosh genannt. „Sie können sich im Körper anreichern. Fast jedes zweite Öl ist deutlich damit belastet. Das zweitteuerste Öl, Carapelli Bio für 14,40 Euro pro Liter, ist nicht nur deutlich mit Mosh, sondern auch hoch mit Moah belastet“, so die Tester.

Den kompletten Olivenöl-Test der Stiftung Warentest können Sie in der Zeitschrift TEST (02/2017) nachlesen oder gebührenpflichtig unter www.test.de abrufen.

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Über den Autor

ist freier Journalist und beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit Verbraucherthemen und Reisejournalismus. Er schreibt regelmäßig Fachartikel für diverse Webseiten des Verbraucherjournalismus.



One Response to Olivenöl-Test 2017: Keine Spitzenklasse für kleines Geld

  1. Gisbert says:

    Und ein Jahr später können es diese Leute nicht besser…

    Es ist doch zum weinen…

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