Gartenscheren-Test

Gartenscheren und Astscheren Test 2015: Jede zweite Schere gut

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 31 Gartenscheren und Astscheren getestet, damit das Gärtnern wieder Spaß macht. Denn Gartenscheren sind nutzlos, wenn sie Pflanzen verstümmeln, anstatt durch den Schnitt zu besserem Wachstum anzuregen. Der Test fiel insgesamt gut aus, doch es gab auch negative Ausreißer.

Gartenscheren und Astscheren im Test: Viele GUT, einige MANGELHAFT

Insgesamt 31 Garten- und Astscheren hat Stiftung Warentest in seinem Gartenscheren-Test 2015 getestet. Darunter waren 19 Einhand-Gartenscheren und 12 Astscheren. Getestet wurde mit trockenen Buchenholzstäben. So wurde der Kraftaufwand, die Handhabung und das Schnittbild bewertet. Auch die Haltbarkeit wurde in einem Langzeittest geprüft. Hier trennte sich die Spreu vom Weizen: Während die meisten Scheren ein GUT oder BEFRIEDIGEND bekamen, gaben drei kleine Einhandscheren und eine Astschere bereits vor Testende den Geist auf: MANGELHAFT.

Es wurden im Test Scheren mit den zwei Haupt-Schnittprinzipien getestet: Amboss-Scheren und Bypass-Scheren. Bei der Amboss-Schnittmethode trifft die Klinge auf eine plane Fläche, ähnlich dem Prinzip von Amboss und Hammer. Hierbei wird der Gegenstand ausschließlich von der auftreffenden Klinge zerschnitten. Dadurch können leicht Quetschungen an den Ästen entstehen. Allerdings lassen sich durch diese Methode, mit etwas geringerem Kraftaufwand, dickere Äste zerschneiden. Das ist ein Vorteil für den Baumschnitt. Ein anderes Prinzip wird bei der Bypass-Methode verwendet: Hier laufen zwei Klingen aneinander vorbei und zerschneiden den Ast so von beiden Seiten. Hierdurch entstehen weniger Quetschungen und der Ast bleibt unverletzt. Im Test blieben die Unterschiede jedoch gering.

Testsieger bei den Gartenscheren: Original LÖWE 8.107

Der Testsieger im Gartenscheren-Test der Stiftung Warentest ist eine Amboss-Schere, also eine Schere mit nur einer Klinge: Die Original LÖWE 8.107 ist sie allerdings auch die teuerste Gartenschere im Test. Die erste Amboss-Schere der Welt wurde übrigens 1923 von Walther Schröder in Kiel entwickelt und gefertigt. Die Scheren erhielten den Produktnamen „Original LÖWE“. Bis heute ist das Traditionsunternehmen mit Firmensitz in Kiel Weltmarktführer.

Platz 2 deutlich günstiger: Gardena Comfort 8787

Auch der Zweitplatzierte im Gartenscheren-Test 2015 ist ein Markenprodukt: Die Gardena Comfort 8787. Auch sie ist eine Amboss-Schere und verfügt somit über nur eine Klinge. Der Schnitt überzeugte die Tester und auch die Haltbarkeit. Mit ungefähr 22 Euro kostet sie auch nur die Hälfte des Testsiegerprodukts von Löwe. Die Tester vergaben ein GUT mit der Gesamtnote 2,1.

Beste Gartenschere mit zwei Klingen: Original LÖWE 14.104

Die beste Gartenschere mit zwei Klingen erreicht Platz 3 im Gesamttest: Die Original LÖWE 14.104. Mit der Gesamtnote 2,1 erhielt auch sie die Note GUT. Preislich liegt sie mit rund 30 Euro deutlich günstiger als der Testsieger aus dem gleichen Haus, allerdings teurer als der Zweitplatzierte aus dem Hause Gardena. Überzeugt haben die Tester die Leichtigkeit des Schnitts und die gute Haltbarkeit.

Testsieger bei den Astscheren: Fiskars Power Gear L94

Als beste Astschere mit einem Griff über 50 cm erwies sich die Fiskars Power Gear L94. Auch hier ist der Testsieger gleichzeitig eines der teuersten Produkte im Test. Mit rund 73 Euro ist die Schere im Handel erhältlich. Allerdings ist sie auch die einzige Schere im Test die eine 1 vor dem Komma hat: Mit der Gesamtnote 1,8 erhielt sie von den Testern der Stiftung Warentest ein GUT. Überzeugt hat die Tester vor allem der geringe Kraftaufwand, den man beim Schneiden benötigt und die sehr gute Haltbarkeit. Die Schere verfügt über eine Getriebeübersetzung, was das Schneiden sehr erleichtert.

Zweitplatzierter auch hier günstiger: Gardena Classic 680 B

Eine gute und günstige Alternative im Astscheren-Test 2015 ist die Gardena Classic 680 B. Mit nur 29 Euro ist sie deutlich billiger als der Testsieger von Fiskars. Zwar kommt die Astschere ohne eine Getriebeübersetzung aus, der Kraftaufwand ist aber dennoch recht gering. Die Tester vergaben auch hier ein GUT mit der Gesamtnote 2,2. Die Schere ist ebenfalls sehr gut haltbar und hat ein äußerst gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Den gesamten Gartenscheren-Test 2015 können Sie im Juli-Heft der Zeitschrift Test (07/2015) nachlesen oder gebührenpflichtig unter www.test.de herunterladen.

About Tim Schiller

ist freier Journalist und beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit Verbraucherthemen und Reisejournalismus. Er schreibt regelmäßig Fachartikel für diverse Webseiten des Verbraucherjournalismus.