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Erschienen am 12. Juli 2013 | von Tim Schiller

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Fitnessarmbänder im Test: Was taugen Fuelband, Jawbone und Fitbit?

Fitnessarmbänder sind aktuell der Renner unter Laufsportlern. Leicht und praktisch sollen sie sein. Und einmal am Handgelenk befestigt, den Nutzer zu Höchstleistungen animieren. Doch was können die Fitness-Armbänder wirklich? Nachdem das Computermagazin chip.de sich den kleinen Helfern bereits Ende Juni in einem Test gewidmet hat, nimmt jetzt auch die Zeitschrift Computerbild die Armbänder unter die Lupe. Das Ergebnis des Tests ist allerdings durchwachsen: Die Armbänder messen zu ungenau, so die Tester.

Fitnessarmbänder können Pulsmesser und Schrittzähler nicht ersetzen

Ab 100,- Euro kosten derzeit die auf dem Markt gängigen Fitnessarmbänder. Sie heißen Fuelband, Jawbone oder Fitbit und sollen als Bewegungstracker dem Nutzer Auskunft über zurückgelegte Schritte, Strecke und Kalorienverbrauch bieten. Einige Fitnessarmbänder zeichnen sogar den Schlaf des Nutzers auf. Daraus sollen Rückschlüsse auf die Qualität des Schlafs möglich sein. Für Anhänger von Quantified Self klingt das wie eine Offenbarung, doch sind die Fitnessarmbänder wirklich zuverlässig? Computerbild hat die gängigsten Modelle getestet.

FuelBand von Nike im Test wenig überzeugend

Die Tester von Computerbild bescheinigten den Fitnessarmbändern insgesamt mäßige Bewertungen. Alle Armbänder waren im Test unpräzise, denn dei Bewegungssensoren in den Bändern messen nur Schritte – und auch das nur ungenau. Andere Bewegungen werden ignoriert oder falsch ausgewertet. So lag das beliebte FuelBand von Nike im Test bei der Schrittzählung um stolze 24 Prozent daneben. Außerdem unterschied das FuelBand nicht, ob der Teser gerade joggte oder beim Fernsehen einfach nur mit der Hand wackelte. Bei 130,- Euro Anschaffungspreis reichte es nur für ein Testergebnis von 3,98.

Jawbone Up im Test auf Platz zwei

Etwas besser schnitt das Fitnessarmband Jawbone Up im Test ab. Es erreichte mit einer Bewertung von 3,77  ein etwas besseres Testergebnis als das FuelBand. Besonders überzeugend: Im Test wurde bei der Schrittzählung nur eine Abweichung von 5,8 Prozent festgestellt. In diesem Punkt ist das Jawbone Up für 130,- Euro das beste Fitnessarmband im Test.

Testsieger Fitbit Flex

Am besten wurde das Armband Fitbit Flex im Test bewertet (3,47). Auf dem Siegertreppchen ist es mit rund 100,- Euro das günstigste Produkt. Das Fitbit-Armband ist mit kleinen Leuchten ausgestattet – praktisch bei nächtlichen Joggingrunden oder in der Dämmerung, aber auch die eigene Leistung ist somit schnell überprüfbar. Außerdem misst das Fitbit, ähnlich wie das Jawbone-Armband auch den Schlaf. Und: Man kann mittels App auch Daten zur Ernährung eingeben. Allerdings empfanden die Tester dies als mühsam. Die Synchronisierung erfolgt wahlweise über Bluetooth 4.0. Diesen Bluetooth-Standard haben nicht alle Handys. Alternativ ist ein Datenabgleich per USB-Dongle über den PC möglich. Einen Schwachpunkt des Fitbit Flex hatte bereits chip.de in seinem Juni-Test ausgemacht: Der Akku des Armbands hält nur 5 Tage. Zum Vergleich: Das Jawbone Up hält bis zu zehn Tage durch.

Bildquelle: fitbit.com


Über den Autor

ist freier Journalist und beschäftigt sich hauptsächlich mit Verbraucherthemen und Reisejournalismus. Er ist viel in der Welt unterwegs und schreibt regelmäßig Reiseberichte für diverse Webseiten.



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