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Beamer-Test 2014: Stiftung Warentest gibt vier mal GUT

Der Beamer-Test 2014 der Stiftung Warentest kommt rechtzeitig vor der Fußball-WM 2014. Wer ein privates Rudelgucken zur WM plant, hat also noch genug Zeit, sich einen Beamer zu kaufen. Um die Gäste auf der privaten WM-Party zu beeindrucken, sollte man sich aber gründlich überlegen, welchen Beamer man sich zulegt. Die Stiftung Warentest bietet in ihrem aktuellen Test-Heft wertvolle Tipps zur Kaufentscheidung.

Beamer-Test 2014: Richtig gute Beamer sind teuer

Die schlechte Nachricht für Beamer-Käufer zuerst: Wer seinen Gästen beim gemeinsamen WM-Gucken eine richtig gute Bildqualität bieten will, muss tief in die Tasche greifen. Von den getesteten Beamern hat ausgerechnet der teuerste Beamer die Bestnote GUT (1,8) erhalten. Dennoch gibt es abseits des Beamer-Testsiegers auch gute bis passable Beamer, die durchaus bezahlbar sind. GUT bewertete Full-HD-Beamer gibt es bereits ab ca. 775,- Euro. Wer kleine Abstriche macht, ist bei passablen HD-Ready-Beamern bereits mit ca. 470,- Euro dabei. Aber der Reihe nach.

DLP oder LCD? Qual der Wahl beim Beamer-Kauf

Die Stiftung Warentest hat im Beamer-Test 2014 neun Beamer miti DLP-Technik und vier Geräte mit LCD-Technik getestet. Bei DLP-Beamern reflektieren hunderttausende kleine Spiegel das Licht und verwandeln es mittels eines sich drehenden Farbrades in bewegliche bunte Bilder. LCD-Beamer setzen auf lichtdurchlässige Flüssigkristalle, wie man sie von Flachbild-Fernsehern kennt. Nachteil der LCD-Beamer: Sie sind oft teurer als DLP-Beamer. Nachteil von DLP-Beamern: Es kann zu störenden Regenbogeneffekten kommen. Gerade bei hohen Kontrasten oder schnellen Bewegungen – beim Fußball durchaus üblich – blitzen gelegentlich Artefakte in den Farben des Regenbogens auf. Das Sehvergnügen wird also getrübt.

Beamer-Test 2014: Testsieger Panasonic PT-AT6000E

Die beste Bildqualität im Beamer-Test 2014 liefert laut Stiftung Warentest der Panasonic PT-AT6000E für ca. 2.200,- Euro mit einem GUT (1,8). Das Objektiv ist laut Test sehr beweglich. Außerdem verfügt der Panasonic-Beamer über einen starken Zoom, der auch über die Fernbedienung zu steuern ist. Positiv heben die Tester auch den niedrigen Stromverbrauch im Standby-Betrieb (0,1 Watt) hervor. Im Normalbetrieb verbraucht er laut Test 259 Watt. Die Kühlung erhält ebenfalls Bestwerte, ebenso die niedrige Lautstärke im Ökomodus. Als Nachteil werten die Tester die klobige Form und das hohe Gewicht des Geräts.

Zweiter Platz im Beamer-Test 2014: Epson EH-TW7200

Der Epson EH-TW7200 für ca. 2.000,- Euro erhält im Beamer-Test die Note GUT (2,0). Auch der Epson-Beamer wird von den Testern als klobig und schwer empfunden. Dafür ist das Objektiv sehr beweglich und der Zoom wird als stark eingestuft. Wer die mitgelieferte 3D-Brille nutzt, könnte sich über den Regenbogeneffekt ärgern, den die Tester im 3D-Modus festgestellt haben. Für die WM spielt 3D allerdings keine Rolle. Moniert wurde außerdem der hohe Energieverbrauch (298 Watt im Normalbetrieb) sowie die maximale Bildgröße (4,6 m), die den Testern etwas klein vorkam.

Dritter Platz im Beamer-Test 2014: BenQ W1300

Dass man einen guten Beamer für unter 1.000,- Euro bekommt, beweist der BenQ W1300 im Test. Der Beamer kostet ca. 985,- Euro und erhält das Testurteil GUT (2,2). Dabei übertrifft der BenQ-Beamer alle anderen Beamer in Sachen Schärfe. Und auch die Bildqualität kann sich sehen lassen: Der BenQ W1300 hat die zweitbeste Bildqualität im Test. Etwas schwächer schnitt die geringe Beweglichkeit des Objektivs ab. Außerdem trat im Test ein leichter Regenbogeneffekt auf. Der Energiehunger (284 Watt im Normalbetrieb) und die relativ geringe maximale Bildgröße (5,1 m) führten ebenfalls zu Punktabzügen.

Guter Beamer unter 800 Euro: InFocus IN8606HD

Auf dem vierten Platz mit der Gesamtnote GUT (2,4) landet der Beamer InFocus IN8606HD für ca. 775,- Euro. Wer auch mal eine Dia-Show mit den Fotos aus dem letzten Urlaub machen möchte, ist mit diesem Gerät bestens beraten. Die Tester bewerteten die Foto-Wiedergabe als sehr gut. Zwar ist das Objektiv nicht beweglich, dafür verfügt der Beamer über viele nutzerspezifische speicherbare Einstellungen, heißt es im Test. Negativ: Es kam im Test zu Regenbogeneffekten. Außerdem verbraucht der InFocus-Beamer recht viel Strom (283 Watt im Normalbetrieb).

Beamer-Preistipp: BenQ W750

Wer auf Full-HD verzichten kann und weniger als 500,- Euro für einen passablen Beamer bezahlen möchte, ist mit dem BenQ W750 recht gut beraten, so die Stiftung Warentest. Mit der Gesamtnote BEFRIEDIGEND (2,6) schießt der Einsteiger-Beamer nur knapp am GUT vorbei und kostet dabei nur ca. 470,- Euro. Damit ist das Gerät der beste HD-Ready-Beamer im Test. Das Objektiv ist nicht beweglich und im Test trat ein Regenbogeneffekt auf. Außerdem verbraucht der Beamer für ein HD-Ready-Gerät ziemlich viel Strom: 254 Watt im Normalmodus und immerhin 207 Watt im Ökomodus. Dafür wird die Bildqualität von den Testern als gut eingestuft.

Der kompletten Beamer-Test 2014 erscheint in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift TEST (06/2014). Der Test ist gegen Gebühr auch online abrufbar unter www.test.de.

About Tim Schiller

ist freier Journalist und beschäftigt sich hauptsächlich mit Verbraucherthemen und Reisejournalismus. Er ist viel in der Welt unterwegs und schreibt regelmäßig Reiseberichte für diverse Webseiten.